31.10.2018

Politische Einstellungen von Menschen mit Migrationsgeschichte

Am 30.10. diskutierten wir im Sitzungssaal der LMK mit Gästen über das Wahlverhalten der Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund.
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Brigitte Juchems, Leiterin des Regionalbüros Rheinland-Pfalz / Saarland der Friedrich-Ebert-Stiftung, hatte mit medien+bildung.com nach Ludwigshafen eingeladen, zur Vorstellung und Diskussion der Studie "Politische Einstellungen von Menschen mit Migrationsgeschichte", die Dr. Andreas M. Wüst für die Stiftung erarbeitet hatte.

Dr. Wüst, Lehrbeauftragter an der Universität Stuttgart, fasste wesentliche Ergebnisse in seinem Impuls zusammen: Zunehmend mehr Menschen mit Migrationshintergrund sind wahlberechtigt, ihr Anteil von derzeit ca. zehn Prozent wird in den kommenden Jahren wachsen. Die Aufenthaltsdauer in Deutschland, die Bleibeabsicht und die Vertrautheit mit dem politischen System beeinflussen jeweils die Wahlbeteiligung. Jüngste Erkenntnisse aus der hessischen Landtagswahl ergeben, dass sich die parteipolitische Präferenz von Migrant_innen in der Summe kaum von der nichtmigrantischen Bevölkerung unterscheidet, allerdings sind die Präferenzen der unterschiedlichen Herkunftsgruppen - die größten aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Polen und aus der Türkei - deutlich unterschiedlich.

Katja Friedrich, Geschäftsführerin von medien+bildung.com, moderierte anschließend die Diskussion mit Dr. Andreas M. Wüst, mit Miguel Vicente, Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration, Hannele Jalonen, Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen, Ziya Yüksel, Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt Rheinland-Pfalz,sowie mit Hayat Erten, Mitglied des Stadtrats der Stadt Ludwigshafen, Cem Cantekin, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration der Stadt Ludwigshafen, und Julia Kleiner, Redakteurin bei alvivi.

 

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