29.06.2018

Eine Brücke in den Arbeitsmarkt

Die Ingenieurwissenschaftliche Qualifizierung für Geflüchtete und Zugewanderte an der Hochschule Kaiserslautern geht in die dritte Runde.
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16 zugewanderte Ingenieurinnen und Ingenieure aus Syrien, Indien, der Zentralafrikanischen Republik und anderen Ländern bereiten sich ab 2. Juli 2018 an der Hochschule Kaiserslautern auf eine berufliche Zukunft in Deutschland vor.

Die „Ingenieurwissenschaftliche abschlussorientierte Qualifizierung“ (IAQ) des Aus- und Weiterbildungsnetzwerkes pro-mst findet im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ statt und ist ein Teilprojekt des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz.
An der Hochschule werden die Teilnehmenden in sechs Monaten intensiv auf die Praxis in Unternehmen vorbereitet. In enger Partnerschaft mit regionalen Unternehmen lernen sie die Arbeitskultur und den Arbeitsmarkt in Deutschland kennen. Auf dem Programm stehen fachliche Anpassungsqualifizierungen, Fachsprachkurse, aber auch Soft Skills wie beispielsweise Präsentationstechniken.
 Mit dem neuen Kurs  des Aus- und Weiterbildungsnetzwerks pro-mst an der Hochschule Kaiserslautern geht IAQ in Rheinland-Pfalz in die dritte Runde. 85 Prozent der bisherigen IAQ-Absolventinnen und -Absolventen ist unmittelbar nach der Qualifizierung der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelungen. Sie arbeiten entsprechend ihrer Qualifizierung als Ingenieurinnen und Ingenieure, IT-Fachkräfte oder Techniker und leisten somit einen wichtigen Beitrag in Bereichen, wo Fachkräfte dringend gesucht werden.
Hohe Motivation und Zielstrebigkeit sind Pluspunkte
„Immer wieder bekommen wir von den Unternehmen die positive Rückmeldung, dass sich die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine besonders hohe Motivation und Zielstrebigkeit auszeichnen“, sagt Silke Weber, Leiterin der Ingenieurwissenschaftlichen Qualifizierung an der Hochschule Kaiserslautern. Die Zugewanderte arbeiten hart, damit der Einstieg  gelingt. Sie wissen, dass viele, auch gut qualifizierte Migrantinnen und Migranten, selbst längerfristig nicht in ihren angestammten Berufen in Deutschland arbeiten können, sondern in Hilfsjobs bleiben. „Das ist nicht nur schade für die einzelnen Menschen, die gemäß ihrer Qualifizierung  arbeiten wollen, sondern auch für unsere Gesellschaft, die vom fachlichen Potential der Zugewanderten profitieren kann“, sagt Weber.  
Mit dem 2016 gestarteten Projekt der IAQ ist die Hochschule Kaiserslautern Partner in den IQ Landesnetzwerken Rheinland-Pfalz und Saarland. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Internet: www.pro-mst-iaq.de, www.iq-rlp.de

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